{"id":4443,"date":"2023-10-13T11:52:04","date_gmt":"2023-10-13T09:52:04","guid":{"rendered":"https:\/\/bernstein-group.com\/?p=4443"},"modified":"2024-05-02T17:43:32","modified_gmt":"2024-05-02T15:43:32","slug":"existenzielle-bedrohung-wie-cyberangriffe-die-geschaeftswelt-veraendert-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernstein-group.com\/en\/2023\/10\/13\/existenzielle-bedrohung-wie-cyberangriffe-die-geschaeftswelt-veraendert-haben\/","title":{"rendered":"Existenzielle Bedrohung: Wie Cyberangriffe die Gesch\u00e4ftswelt ver\u00e4ndert haben"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">Sorry, this entry is only available in <a href=\"https:\/\/bernstein-group.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4443\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"DE\">DE<\/a>.<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-4450\" src=\"https:\/\/bernstein-group.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/kachel-blogbeitrag-cyberangriffe-1-1024x536.png\" alt=\"\" width=\"680\" height=\"356\" srcset=\"https:\/\/bernstein-group.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/kachel-blogbeitrag-cyberangriffe-1-1024x536.png 1024w, https:\/\/bernstein-group.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/kachel-blogbeitrag-cyberangriffe-1-300x157.png 300w, https:\/\/bernstein-group.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/kachel-blogbeitrag-cyberangriffe-1-768x402.png 768w, https:\/\/bernstein-group.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/kachel-blogbeitrag-cyberangriffe-1.png 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px\" \/><\/p>\n<p><em>Immer mehr Unternehmen sind von Cyberangriffen betroffen. Hacker werden immer raffinierter und skrupelloser. Ohne Vorbereitung drohen auch Mittelst\u00e4ndlern schwere Sch\u00e4den. <\/em><\/p>\n<p>Von Ralf Kunkel, Julian Schibberges, Maximilian Widera<\/p>\n<p>Laut einer Bitkom-Studie waren in den letzten zw\u00f6lf Monaten 72 Prozent der Unternehmen in Deutschland von Datendiebst\u00e4hlen, Industriespionage, Sabotage oder gescheiterten Cyberangriffen betroffen. Weitere acht Prozent vermuten zumindest, dass es solche Versuche gegeben hat. Der wirtschaftliche Gesamtschaden der Cyberkriminalit\u00e4t bel\u00e4uft sich in den letzten drei Jahren auf jeweils etwas mehr als 200 Milliarden Euro. W\u00e4hrend Schadenssummen tats\u00e4chlich leicht r\u00fcckl\u00e4ufig sind, steigt der Schaden durch Reputationsverlust kontinuierlich an. Negative Medienberichterstattung und der daraus resultierende Vertrauensverlust von Kunden und Partnern lassen sich augenscheinlich schwieriger mitigieren als die technischen Auswirkungen eines Hacks (dazu sp\u00e4ter mehr).<\/p>\n<p><iframe id=\"datawrapper-chart-v91px\" style=\"width: 0; min-width: 100% !important; border: none;\" title=\"Artikel, die sich auf geleakte Dokumente beziehen\" src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/v91px\/1\/\" height=\"400\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" aria-label=\"S\u00e4ulen\" data-external=\"1\"><\/iframe><script type=\"text\/javascript\">!function(){\"use strict\";window.addEventListener(\"message\",(function(a){if(void 0!==a.data[\"datawrapper-height\"]){var e=document.querySelectorAll(\"iframe\");for(var t in a.data[\"datawrapper-height\"])for(var r=0;r<e.length;r++)if(e[r].contentWindow===a.source){var i=a.data[\"datawrapper-height\"][t]+\"px\";e[r].style.height=i}}}))}();\n<\/script><\/p>\n<p>Verst\u00e4rkt wird dies dadurch, dass riesige Datenmengen mittlerweile eine nicht unwesentliche Quelle f\u00fcr investigative Berichterstattung sind. Nach einer Analyse von Bernstein Analytics bezogen sich im Jahr 2016 noch knapp 600 deutschsprachige Artikel auf geleakte Dokumente, im Jahr 2023 sind es bisher schon knapp 1.400. W\u00e4hrend klassische Cyberangriffe insbesondere durch Ransomware beim Datenangebot ihren Beitrag leisten, sind es zunehmend \u201chacktivistische\u201d Leaks, die Medien mit einem enormen Datenvolumen versorgen.<\/p>\n<p><iframe id=\"datawrapper-chart-9iWNd\" style=\"width: 0; min-width: 100% !important; border: none;\" title=\"Ausgew\u00e4hlte Leaks 2010 - 2023\" src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/9iWNd\/1\/\" height=\"400\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" aria-label=\"Scatterplot\" data-external=\"1\"><\/iframe><script type=\"text\/javascript\">!function(){\"use strict\";window.addEventListener(\"message\",(function(a){if(void 0!==a.data[\"datawrapper-height\"]){var e=document.querySelectorAll(\"iframe\");for(var t in a.data[\"datawrapper-height\"])for(var r=0;r<e.length;r++)if(e[r].contentWindow===a.source){var i=a.data[\"datawrapper-height\"][t]+\"px\";e[r].style.height=i}}}))}();\n<\/script><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Blick auf die Historie der Leaks der vergangenen 15 Jahre verdeutlicht diese Entwicklung: W\u00e4hrend die \u201eAfghan War Diaries\u201c und \u201eCablegate\u201c im Jahr 2010 mit 100 Megabyte bzw. 1,7 Gigabyte noch eine recht \u00fcberschaubare Menge an Daten zutage f\u00f6rderten, stieg die Menge schon bei den Panama Papers 2016 mit einer Datengr\u00f6\u00dfe von 2,6 Terabyte stark an. Exponentiell wurde das Wachstum aber mit dem russischen Angriff auf die Ukraine. Dieser hinterl\u00e4sst auch digital seine Spuren: Hacktivisten auf beiden Seiten greifen Institutionen und Unternehmen auf der vermuteten anderen Seite an und ver\u00f6ffentlichen die gestohlenen Daten. Stand heute wurden im Kontext des russischen Angriffskriegs Daten in einem Umfang von 6,5 Terabyte geleakt \u2013 Tendenz stark steigend.<\/p>\n<div>\n   <script type=\"text\/javascript\" defer \n        src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/INKZ9\/embed.js?v=14\">\n   <\/script><br \/>\n   <noscript><br \/>\n      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/INKZ9\/full.png\" alt=\"[aria-description]\" \/><br \/>\n   <\/noscript>\n<\/div>\n<p>Opfer werden dabei nicht nur ukrainische und russische Organisationen, sondern auch solche aus Drittstaaten, die einer Seite zugerechnet werden \u2013 so z.B. Deutschland. Anders als kommerziell interessierte Hacker, die sich vor allem auf Kreditkartendaten, Logins und Phishing-relevante Daten konzentrieren, exfiltrieren Hacktivisten umfangreiche Daten inkl. ganzer E-Mail-Archive, Dokumentensammlungen etc. Diese werden im Darknet oder \u00fcber Telegram angeboten.<\/p>\n<p>Wir machen f\u00fcr Unternehmen drei Bedrohungsszenarien aus:<\/p>\n<ol>\n<li>die von staatlichen Akteuren unterst\u00fctzte <strong>klassische Industriespionage<\/strong> mit dem Ziel, hochsensible Daten zu entwenden und Wettbewerbsvorteile zu erlangen.<\/li>\n<li>die Gefahr durch <strong>organisierte Ransomware-Angriffe<\/strong>, bei denen die Daten der Opfer verschl\u00fcsselt und ein L\u00f6segeld erpresst werden soll.<\/li>\n<li>Die Gefahr durch <strong>\u201eQuerschl\u00e4ger\u201c<\/strong>, also die Kompromittierung eines Unternehmens durch Leaks bei Gesch\u00e4ftspartnern, Beh\u00f6rden, Kunden oder Zulieferern.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00dcberlebenswichtige Vorbereitungen: Unternehmen im Kampf gegen Cyberangriffe <\/strong><\/p>\n<p>Obwohl das Thema Cybersicherheit immer mehr Eingang in die \u00f6ffentliche Debatte findet, zeigen sich die Beh\u00f6rden nach einem Cyberangriff h\u00e4ufig machtlos. In der Regel gelingt weder eine L\u00f6schung geleakter Unternehmensdaten noch eine Freischaltung verschl\u00fcsselter Unternehmensserver im Zuge einer Ransomware-Attacke. Diese Erkenntnis schl\u00e4gt sich auch in aktuellen Zahlen nieder. In den Antworten auf die oben bereits zitierte Bitkom-Studie geben 61 Prozent der befragten Unternehmer an, dass sie die deutschen Beh\u00f6rden bei Cyberattacken aus dem Ausland f\u00fcr machtlos halten. Die Mehrheit der Unternehmer f\u00fchlt sich durch Cyberattacken gar in ihrer Existenz bedroht.<\/p>\n<p>Nicht mehr nur f\u00fcr digital getriebene Gesch\u00e4ftsmodelle wie Lieferdienste, Mobilit\u00e4tsdienstleister oder Vergleichsportale steht bei Cyberangriffen viel bis alles auf dem Spiel. Cyberkriminalit\u00e4t ist f\u00fcr die gesamte Wirtschaft zu einer realen Gefahr geworden, vom DAX-Konzern \u00fcber das Start-up bis hin zu klein- und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen. Gerade im Mittelstand gibt es noch Unternehmen, die ihre Sicherheitsstandards noch nicht der gestiegenen Bedrohungslage angepasst haben. Sie sollten umgehend die folgenden Punkte beherzigen, um wenigstens die schlimmsten Folgen eines Cyberangriffes abmildern zu k\u00f6nnen:<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Cybersicherheit ist Chefsache<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Jedes Unternehmen ben\u00f6tigt einen CIO, bei dem die Schutzma\u00dfnahmen gesamthaft geplant und laufend aktualisiert werden. Zerfallen Verantwortlichkeiten in unterschiedliche Zust\u00e4ndigkeiten, ist die Business Continuity ernsthaft gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Neuester technischer Stand <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Alle Systeme sollten mit sicheren Passw\u00f6rtern, Zwei-Faktor-Authentifizierung und den neuesten Systemupdates ausgestattet sein. Hacker nutzen oft g\u00e4ngige Sicherheitsl\u00fccken oder schlechte Passw\u00f6rter, um in das System einzudringen.<\/p>\n<p><strong>3.Schulung der Mitarbeitenden <\/strong><\/p>\n<p>Neben der Missachtung von Sicherheitsstandards durch Mitarbeitende nutzen Kriminelle immer h\u00e4ufiger sogenanntes Social Engineering, um Zugang zum System zu bekommen. Dabei werden Mitarbeitende so manipuliert, dass sie den T\u00e4tern in der Annahme, richtig zu handeln, Zugriff gew\u00e4hren. Mitarbeitende k\u00f6nnen in speziellen Schulungen darauf trainiert werden, solche Techniken zu erkennen und entsprechend zu reagieren.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong> Backups <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Redundante Systeme und sind immer noch nicht f\u00fcr alle Unternehmen selbstverst\u00e4ndlich. Um das Gesch\u00e4ft auch bei Cyberangriffen aufrechterhalten zu k\u00f6nnen, ist diese Sicherheitsvorkehrung jedoch unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong> Notfallplan <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Sollte es trotz aller Vorkehrungen zu einem Ausfall zentraler Systeme kommen, muss ein funktionierender Notfallplan greifen. Fehlerhafte oder fehlende Kommunikation im Ausnahmefall tr\u00e4gt h\u00e4ufig zur Vergr\u00f6\u00dferung der Sch\u00e4den einer Cyberattacke bei. Ein tragf\u00e4higes Notfallprotokoll sichert die Erreichbarkeit \u00fcber alternative Kommunikationskan\u00e4le und definiert die f\u00fcr die Aufrechterhaltung des Gesch\u00e4ftsbetriebs notwendigen Informationsketten.<\/p>\n<p>Die Cyber-Bedrohungslage f\u00fcr Unternehmen ist so gro\u00df wie nie. Handeln Sie entsprechend, um Ihr Gesch\u00e4ft gegen Angriffe bestm\u00f6glich zu sch\u00fctzen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in DE. 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