{"id":3072,"date":"2021-03-23T14:00:35","date_gmt":"2021-03-23T13:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/bernstein-group.com\/?p=3072"},"modified":"2021-03-23T18:35:14","modified_gmt":"2021-03-23T17:35:14","slug":"elektromobilitaet-wird-irgendwann-genauso-einfach-sein-wie-mobiltelefonie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernstein-group.com\/en\/2021\/03\/23\/elektromobilitaet-wird-irgendwann-genauso-einfach-sein-wie-mobiltelefonie\/","title":{"rendered":"\u201eElektromobilit\u00e4t wird irgendwann genauso einfach sein wie Mobiltelefonie\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">Sorry, this entry is only available in <a href=\"https:\/\/bernstein-group.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3072\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"DE\">DE<\/a>.<\/p><p><strong>Regelm\u00e4\u00dfig m\u00f6chten wir auf unserem Blog neben unserem eigenen Blick auf die Themen auch andere Perspektiven beleuchten und Externe zu Wort kommen lassen. Heute ver\u00f6ffentlichen wir ein Gespr\u00e4ch mit Lex Hartmann, CEO von <a href=\"https:\/\/www.ubitricity.com\/de\/\">ubitricity<\/a>:<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Lassen Sie uns einen Blick auf die Bundestagswahl werfen: Was erwarten Sie sich von einer neuen Bundesregierung beim Thema Lades\u00e4ulen bzw. E-Mobilit\u00e4t? Wo muss nachgelegt werden?<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Elektromobilit\u00e4t geht es darum Emissionen zu reduzieren aber vor allem auch darum, dass wir gr\u00fcne Energie nutzen und nicht, dass wir Elektroautos mit Kohlestrom laden. Das Ziel ist nicht Elektromobilit\u00e4t an sich \u2013 das Ziel ist, dass wir auch im Verkehr erneuerbare Energien nutzen. Das bedeutet, dass wir einen integrierten Blick brauchen. Die erzeugte Menge erneuerbarer Energie wird stetig wachsen. Um die \u00dcbertragungsnetze nicht zu \u00fcberlasten, braucht es weitere Verbrauchs- und vor allem Speicherm\u00f6glichkeiten und die Elektromobilit\u00e4t ist daf\u00fcr ein wichtiger Baustein. In anderen L\u00e4ndern, wie etwa in Norwegen, D\u00e4nemark oder den Niederlanden gibt es schon deutlich mehr Elektromobilit\u00e4t. Wir sind in Deutschland zwar nicht Vorreiter, aber wir untersch\u00e4tzen, wie schnell sich Elektromobilit\u00e4t auch bei uns weiterentwickeln und verankern wird. Je mehr Autohersteller auf Elektromobilit\u00e4t setzen, desto mehr Modelle werden auf den Markt kommen, die wiederum auf eine entsprechende Nachfrage treffen. Zudem wird es mit der Zeit g\u00fcnstiger sein, ein Elektroauto zu fahren als einen Verbrenner. Wir sprechen also l\u00e4ngst nicht mehr nur von einem Produkt f\u00fcr First Movers oder Early Adopters.<\/p>\n<p>Um diesem Wachstum gerecht zu werden, muss sich auch die Infrastruktur entsprechend entwickeln. Dazu brauchen wir neben einer fl\u00e4chendeckenden Schnelllade-Infrastruktur vor allem auch regul\u00e4re Ladestationen, die wir in unseren Alltag integrieren k\u00f6nnen, sodass wir immer und \u00fcberall laden k\u00f6nnen: zu Hause, bei der Arbeit, am Supermarkt oder am Theater. Die Schnelllades\u00e4ulen ben\u00f6tigen wir seltener, wenn wir mal l\u00e4ngere Strecken zur\u00fccklegen m\u00fcssen, wie zum Beispiel von Hamburg nach Berlin. Das ist passiert in der Regel nur einige Mal im Jahr.<\/p>\n<p>Das Laden von Elektroautos muss au\u00dferdem flexibel und bedarfsgerecht gesteuert werden k\u00f6nnen, um die Energie effizient zu nutzen. Denn einerseits verbrauchen wir viel Strom, wenn wir etwa abends nach Hause kommen und andererseits wird Strom aber vor allem tags\u00fcber, wenn die Sonne scheint oder nachts, wenn der Wind weht, generiert. Daf\u00fcr brauchen wir ein integriertes Energie- und Mobilit\u00e4tssystem, welches die vorhandene Elektrizit\u00e4t und den gebrauchten Strom aussteuert.<\/p>\n<p><strong>Aktuell gibt es sowohl Entwicklungen beim Schnellladegesetz als auch beim Geb\u00e4ude-Elektromobilit\u00e4tsinfrastruktur-Gesetz (GEIG). Sehen Sie letzteres als wichtiger an, weil dadurch die Ladem\u00f6glichkeiten in Alltagssituationen ausgebaut wird? <\/strong><\/p>\n<p>Ja, die Hauptaufgabe unserer Infrastruktur wird es sein, die kurzen Strecken bis zu 50 km am Tag, die wir in der Regel fahren, abzudecken, indem wir beispielsweise w\u00e4hrend wir schlafen oder arbeiten das Auto laden, also nebenbei, dann wenn das Auto sowieso still steht.<\/p>\n<p>Trotzdem brauchen wir auch Schnelllades\u00e4ulen. Aktuell haben viele Menschen Bedenken, dass sie auf l\u00e4ngeren Strecken mit ihrem Elektroauto liegen bleiben \u2013 es besteht eine Reichweitenangst. Um dieser Angst entgegenwirken und damit Menschen sich weiter Elektroautos kaufen, brauchen wir die Schnelllades\u00e4ulen. Ein Mix an verschiedenen Ladem\u00f6glichkeiten ist der Schl\u00fcssel zum Erfolg, um alle Anwendungsf\u00e4lle abzudecken.<\/p>\n<p><strong>Woran hakt es bei der Entwicklung in Deutschland aktuell noch? Liegt das Problem darin, dass Kommunen durch hohe Auflagen und andere H\u00fcrden die Entwicklung erschweren oder mangelt es tats\u00e4chlich eher an politischem Willen auf Bundesebene? Ben\u00f6tigen wir f\u00fcr die schnelle Umsetzung innovativer L\u00f6sungen eher mehr F\u00f6rderung oder einen Abbau an B\u00fcrokratie \u201evor Ort\u201c?<\/strong><\/p>\n<p>Elektromobilit\u00e4t wird irgendwann genauso einfach sein wie Mobiltelefonie. Wir werden ohne Aufwand \u00fcberall Strom laden und bezahlen k\u00f6nnen. Aber wie entwickeln wir eine solche Infrastruktur? Am Ende ist es Aufgabe der St\u00e4dte und Gemeinden, daf\u00fcr strukturierte Pl\u00e4ne aufzusetzen. Die Finanzierung ist hingegen eine andere Frage. Ich kann mir daf\u00fcr sowohl Modelle mit Subventionen als auch ohne vorstellen. Es ist entscheidend, dass die Infrastruktur so effizient und so g\u00fcnstig wie m\u00f6glich ist. Daf\u00fcr brauchen wir eine gesunde Mischung aus \u00f6ffentlichen Ladestationen an Superm\u00e4rkten und auf Parkpl\u00e4tzen sowie Lades\u00e4ulen an der eigenen Wohnung.<\/p>\n<p>Man darf dabei nicht vergessen, dass die Anforderungen hier in Deutschland auch h\u00f6her als anderswo sind; sowohl in Technologiefragen als auch durch die vielen Beteiligten, die das f\u00f6derale System mit sich bringt. Dadurch wird der Aufbau der Infrastruktur hierzulande etwas l\u00e4nger dauern und vielleicht auch ein bisschen teurer werden. Aber am Ende wird es hier genauso werden wie in Paris, Amsterdam, London oder Kopenhagen. Zudem k\u00f6nnen wir dadurch von anderen lernen und sehen, welche Erfahrungen woanders bereits gemacht wurden.<\/p>\n<p><strong>Ist die Umsetzung denn in anderen L\u00e4ndern, wie in den Niederlanden oder Gro\u00dfbritannien durch geringere b\u00fcrokratische H\u00fcrden leichter? Oder liegt es bei uns eher an einer Verantwortungsdiffusion, bei der die klare Aufgabenverteilung zwischen Bund, L\u00e4ndern und Kommunen nicht eindeutig ist?<\/strong><\/p>\n<p>Dabei spielen zum einen genau diese Diffusion und Diskussion zwischen den Akteuren eine wichtige Rolle. Andererseits sind in Deutschland die Qualit\u00e4tsanforderungen schlichtweg h\u00f6her als in anderen L\u00e4ndern. Das hat h\u00e4ufig auch den Vorteil, dass dadurch eine Benchmark geschaffen wird, der f\u00fcr alle Anbieter gilt. Dabei dauert die Entwicklung vielleicht l\u00e4nger, aber daf\u00fcr haben wir am Ende einen hohen Qualit\u00e4tsstandard. Nur deswegen sind etwa viele mittelst\u00e4ndische deutsche Unternehmen Weltmarktf\u00fchrer in ihrem Bereich.<\/p>\n<p>Es ist jedoch wichtig, sich die Entwicklungen weltweit anzuschauen: Elektromobilit\u00e4t ist kein First-Mover-Produkt mehr. Weltweit sinken die Kosten f\u00fcr Elektrofahrzeuge und steigen die Ambitionen in den St\u00e4dten, konkrete Ma\u00dfnahmen umzusetzen. Diese Entwicklung wird es auch hier in Deutschland geben.<\/p>\n<div class=\"page-content\">\n<p><strong>Nicht vergessen zu abonnieren: <a tabindex=\"-1\" title=\"https:\/\/bernstein-group.com\/de\/newsletter\/expect-the-unexpected\/\" href=\"https:\/\/bernstein-group.com\/de\/newsletter\/expect-the-unexpected\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Expect the Unexpected \u2013 Der Newsletter der Bernstein Group<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Dieser Artikel hat Ihnen gefallen?<br \/>\nDann geben Sie uns gerne ein Feedback und liken oder teilen ihn via <a tabindex=\"-1\" title=\"https:\/\/twitter.com\/bernstein_group\" href=\"https:\/\/twitter.com\/bernstein_group\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Twitter <\/a>und <a tabindex=\"-1\" title=\"https:\/\/de.linkedin.com\/company\/bernstein-group\" href=\"https:\/\/de.linkedin.com\/company\/bernstein-group\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">LinkedIn<\/a>.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in DE.Regelm\u00e4\u00dfig m\u00f6chten wir auf unserem Blog neben unserem eigenen Blick auf die Themen auch andere Perspektiven beleuchten und Externe zu Wort kommen lassen. 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