{"id":2637,"date":"2020-10-19T11:27:10","date_gmt":"2020-10-19T09:27:10","guid":{"rendered":"https:\/\/bernstein-group.com\/?p=2637"},"modified":"2020-10-22T11:01:11","modified_gmt":"2020-10-22T09:01:11","slug":"interview-mit-thomas-jarzombek-nur-durch-wettbewerb-entstehen-erfolgreiche-innovationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernstein-group.com\/en\/2020\/10\/19\/interview-mit-thomas-jarzombek-nur-durch-wettbewerb-entstehen-erfolgreiche-innovationen\/","title":{"rendered":"\u201eNur durch Wettbewerb entstehen erfolgreiche Innovationen\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">Sorry, this entry is only available in <a href=\"https:\/\/bernstein-group.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2637\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"DE\">DE<\/a>.<\/p><p><b>Gemeinsam mit dem Hamburger Tech-Unternehmen<\/b><a href=\"https:\/\/www.wundermobility.com\/\"> <b>Wunder Mobility<\/b><\/a> <b>ver\u00f6ffentlichen wir einen monatlichen Mobility-Policy-Newsletter. Im Fokus stehen alle Fragen rund um das Thema Mobility, Regulierung und Technologie. Auf unserem Blog ver\u00f6ffentlichen wir nun den n\u00e4chsten Artikel aus dem Newsletter:<br \/>\n<\/b><b>Ein Interview mit Thomas Jarzombek, Beauftragter des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWi) f\u00fcr Digitale Wirtschaft und Start-ups und Koordinator f\u00fcr Luft- und Raumfahrt.<br \/>\n<\/b><\/p>\n<hr \/>\n<p><b><br \/>\nInnovative Mobilit\u00e4tsideen kommen h\u00e4ufig von sehr agilen und schnellen Start-Ups. Eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr diese stellt die Kommunikation mit beh\u00f6rdlich organisierten Kommunen da. Wie kann dieser Austausch in Zukunft verbessert werden?<\/b><\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit zwischen Startups und gro\u00dfen Organisationen, gerade \u00f6ffentlicher Hand, ist ein Thema, was uns sehr besch\u00e4ftigt. Wir sind dabei mit unserer Initiative \u201ego-inno\u201c verschiedene Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um Start-Up Gr\u00fcndern besseren Zugang zu \u00f6ffentlichen Ausschreibungen zu geben. Beispielsweise dr\u00e4ngen wir st\u00e4rker darauf, dass technologieneutral ausgeschrieben wird. Das ist h\u00e4ufig, gerade wenn wir \u00fcber Tech-Start-Ups reden, eine entscheidende Voraussetzung: Schreibe ich zum Beispiel Hubschrauberleistungen aus, um in Seenot Geratene zu finden, oder schreibe ich so etwas technologieneutral aus, sodass man daf\u00fcr auch beispielsweise Drohnen einsetzen kann?<br \/>\nBei einer Staatsquote von 44% wird sehr viel Auftragsvolumen durch die \u00f6ffentliche Hand vergeben und hat damit gro\u00dfen Einfluss auf Entwicklungen. Wir wollen, dass Start-Up-Gr\u00fcnder davon besser partizipieren. Denn Auftr\u00e4ge sind das beste F\u00f6rderprogramm f\u00fcr Start-Ups.<\/p>\n<p><b>Eine \u00e4hnliche Problematik sehen wir bei sehr innovativen und neuen Technologien, die rechtlich noch gar nicht explizit reguliert sind. Dort steht die Politik h\u00e4ufig vor der Herausforderung Technologieoffenheit zu erhalten und gleichzeitig regulatorische Leitplanken zu geben.<\/b><\/p>\n<p>Unsere Antwort darauf ist die Reallabore-Strategie aus dem Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWi). Wir schaffen Testr\u00e4ume f\u00fcr Innovationen und Regulierung. Das ist nat\u00fcrlich aber auch keine Dauerl\u00f6sung. In Zukunft m\u00fcssen wir von den Experimentierklauseln \u2013 das Personenf\u00f6rderungsgesetz ist hier aktuell ein sch\u00f6nes Beispiel \u2013 wegkommen und Dauerl\u00f6sungen schaffen. Da besteht aus meiner Sicht noch Handlungsbedarf.<br \/>\nBisher wurde vieles auf Basis von Experimentierklauseln erprobt. Das stellt aber keine Perspektive f\u00fcr Investoren dar. Ich glaube, Investoren werden nur dann in ein Start-Up investieren, wenn erkennbar ist, dass sich damit auch ein Markt erschlie\u00dfen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><b>Fehlen dann in Experimentierklauseln klar aufgezeichnete Wege hin zu einer dauerhaften Regulierung?<\/b><\/p>\n<p>Am Ende braucht es ein Entscheidungsgremium, was nach einer Testphase den Dauerbetrieb erlaubt oder eben nicht. Ein Gremium, was sehr schnell Dinge \u00f6ffnet. Aber es darf eben auch nicht bei Experimentierklauseln stehen bleiben. Stattdessen braucht es wirkliche Markt\u00f6ffnung. Das ist dringend notwendig. Denn nur so kann ein Start-Up am Ende die Finanzierung bekommen, die es braucht, um im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu sein.<br \/>\nIch denke, statt vieler Experimentierklauseln muss man viel fr\u00fchzeitiger hingehen und die M\u00e4rkte \u00f6ffnen und gerade im Bereich Mobilit\u00e4t massiv deregulieren, was aktuell Innovationen noch zu stark behindert.<\/p>\n<p><b>Am Flughafen D\u00fcsseldorf, ihrer Heimatstadt, wurde gerade die Kooperation mit einem Flugtaxi-Hersteller bekannt gegeben. Wie sehen Sie die Zukunft von Lufttaxis in Deutschland und was muss hier unterst\u00fctzend von Seiten der Politik geschehen, damit auch solche Innovationen langfristig auf den Markt kommen?<\/b><\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass das Bundesverkehrsministerium hier erste Strecken in Auftrag gibt und damit ganz klar Auftr\u00e4ge ins Schaufenster stellt und dadurch Unternehmen und Investoren das Signal sendet: \u201eDa ist ein Markt und der funktioniert auch in Deutschland.\u201c Ich f\u00e4nde es auch interessant, wenn man einfach mal eine Teststrecke in einem innerst\u00e4dtischen Bereich aufbaut, wo verschiedene Verkehrskonzepte auch mal fahren k\u00f6nnen und man mal testen kann, wie eigentlich die Kundenakzeptanz f\u00fcr solche Dinge ist.<\/p>\n<p><b>Eine abschlie\u00dfende Frage: Gibt es dann f\u00fcr Sie \u00fcberhaupt ein ideales Mobilit\u00e4tskonzept, das Sie sich w\u00fcnschen w\u00fcrden, oder soll der Bessere einfach gewinnen?<\/b><\/p>\n<p>Also ich bin ein absoluter Fan von Wettbewerb und von Vielfalt. Ich glaube, es gibt nicht diese \u201eOne size fits all\u201c-L\u00f6sung. Es wird in der Zukunft nicht ein Konzept alles ersetzen, sondern der Schl\u00fcssel ist in der Tat der Wettbewerb. Nur durch Wettbewerb werden am Ende Innovationen entstehen. Durch Wettbewerb und durch Offenheit. Nur die Ideen, die hier in einem starken Wettbewerb stehen, werden auch \u00fcber Deutschland hinaus am Ende erfolgreich sein. Wie k\u00f6nnen sich also Technologien so schnell entwickeln, dass daraus Unternehmen entstehen, die global erfolgreich sein k\u00f6nnen und die Welt ver\u00e4ndern k\u00f6nnen? Das muss unser Ziel sein und das geht nur durch einen Wettbewerb, durch eine offene Plattform, auf der m\u00f6glichst viele Gr\u00fcnder mit neuen Ideen die bestehenden Dinge herausfordern k\u00f6nnen.<br \/>\nJe st\u00e4rker der Wettbewerb ist, umso agiler werden die Akteure und umso besser sind deren Chancen auch im internationalen Markt erfolgreich zu sein.<\/p>\n<p><strong>Dieser Artikel hat Ihnen gefallen? <\/strong><strong><span id=\"ember10723\" class=\"ember-view\">Hier geht es zur Anmeldung f\u00fcr den Newsletter:\u00a0<\/span><a id=\"ember10727\" class=\"feed-shared-text-view__hyperlink ember-view\" tabindex=\"0\" href=\"https:\/\/www.wundermobility.com\/policybrief\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.wundermobility.com\/policybrief<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Geben Sie uns gerne auch ein Feedback und liken oder teilen ihn via <a href=\"https:\/\/twitter.com\/bernstein_group\">Twitter <\/a>und <a href=\"https:\/\/de.linkedin.com\/company\/bernstein-group\">LinkedIn<\/a>.<\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in DE.Gemeinsam mit dem Hamburger Tech-Unternehmen Wunder Mobility ver\u00f6ffentlichen wir einen monatlichen Mobility-Policy-Newsletter. 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