{"id":1873,"date":"2019-09-02T18:40:09","date_gmt":"2019-09-02T16:40:09","guid":{"rendered":"https:\/\/bernstein-group.com\/?p=1873"},"modified":"2019-09-02T18:40:14","modified_gmt":"2019-09-02T16:40:14","slug":"der-bundesrat-ergruent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernstein-group.com\/en\/2019\/09\/02\/der-bundesrat-ergruent\/","title":{"rendered":"Der Bundesrat ergr\u00fcnt"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">Sorry, this entry is only available in <a href=\"https:\/\/bernstein-group.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1873\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"DE\">DE<\/a>.<\/p><p>Sachsen und Brandenburg haben ihre Landtage gew\u00e4hlt. In beiden Bundesl\u00e4ndern zeichnen sich Regierungswechsel ab. Gleichzeitig haben die Wahlergebnisse auch Auswirkungen auf die Bundespolitik in Berlin. Drei Dinge lassen sich aus dem Wahlausgang f\u00fcr ganz Deutschland ableiten:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Gr\u00fcne gewinnen im Bundesrat noch weiter an Relevanz.<\/li>\n<li>Die einzelnen L\u00e4nder bekommen eine st\u00e4rkere Verhandlungsposition.<\/li>\n<li>Der Rechtfertigungsdruck der SPD, die Gro\u00dfe Koalition zu verlassen, steigt.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Die Gr\u00fcnen sind im Bundesrat die K\u00f6nigsmacher<\/strong><\/p>\n<p>Die Wahlergebnisse zeigen erneut, dass Regierungsbildungen auf Landesebene immer komplexer werden. Lange Zeit galt in den Bundesl\u00e4ndern, dass maximal zwei Partner reichen, um eine stabile Koalition zu bilden. Ausnahmen waren hier das kurzlebige Ampel-Experiment in Bremen 1990 und die etwas l\u00e4nger andauernde Jamaika-Koalition im Saarland zwischen 2009 und 2012. Nach Bildung der Regierungen in Brandenburg und Sachsen werden voraussichtlich acht Landesregierungen aus drei Koalitionspartnern bestehen. Die aktuellen Umfragewerte in Th\u00fcringen, wo Linke, SPD und Gr\u00fcne regieren, deuten zudem darauf hin, dass die Zahl nicht kleiner wird. Diese acht L\u00e4ndern stellen insgesamt 31 der 65 Stimmen im Bundesrat stellen.<\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1897\" src=\"https:\/\/bernstein-group.com\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/190902_grafik-brat-laender-1-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"708\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/bernstein-group.com\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/190902_grafik-brat-laender-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/bernstein-group.com\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/190902_grafik-brat-laender-1-768x432.jpg 768w, https:\/\/bernstein-group.com\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/190902_grafik-brat-laender-1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/bernstein-group.com\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/190902_grafik-brat-laender-1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 708px) 100vw, 708px\" \/>\n<p>In der L\u00e4nderkammer werden die Gr\u00fcnen immer mehr zum Z\u00fcnglein an der Waage. Sollte sich auch in Brandenburg eine Regierung unter Beteiligung der Gr\u00fcnen finden \u2013 theoretisch m\u00f6glich ist auch eine Koalition aus SPD, CDU und Freien W\u00e4hler \u2013, w\u00e4re die Partei in zehn L\u00e4ndern in Regierungsverantwortung. Nur CDU\/CSU und SPD k\u00f6nnen mit elf Landesregierungen mehr Beteiligungen auf Landesebene vorweisen. Insgesamt vereinen die Bundesl\u00e4nder mit einer gr\u00fcnen Beteiligung 45 Bundesratsstimmen auf sich. Zum Vergleich: Die Union hat Einfluss auf 51 Stimmen, die SPD nur auf 41 Stimmen.<\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1898\" src=\"https:\/\/bernstein-group.com\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/190902_grafik-brat-partei-1-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"699\" height=\"394\" srcset=\"https:\/\/bernstein-group.com\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/190902_grafik-brat-partei-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/bernstein-group.com\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/190902_grafik-brat-partei-1-768x432.jpg 768w, https:\/\/bernstein-group.com\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/190902_grafik-brat-partei-1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/bernstein-group.com\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/190902_grafik-brat-partei-1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 699px) 100vw, 699px\" \/>\n<p>Diese Situation k\u00f6nnte zu zwei Ph\u00e4nomenen f\u00fchren. Erstens wird der Bundesrat in seiner Entscheidungsfindung langsamer, denn durch die gr\u00f6\u00dfere Komplexit\u00e4t wird es schwieriger, Mehrheitsverh\u00e4ltnisse zu organisieren. Zweitens werden die einzelnen Bundesl\u00e4nder ihre Zustimmung zu Regierungsvorhaben sich noch teurer \u201eabkaufen\u201c lassen. So hatte sich zum Beispiel Th\u00fcringens Ministerpr\u00e4sident Bodo Ramelow (Linke) 2017 eine F\u00f6rderung f\u00fcr den Ausbau einer Bahntrasse garantieren lassen, damit Th\u00fcringen die Maut nicht weiter blockierte.<\/p>\n<p><strong>Regierungsbildung \u00fcberschattet Suche nach SPD-Vorsitzenden<\/strong><\/p>\n<p>Besondere Auswirkungen hat das Ergebnis auch auf die Wahl der neuen SPD-Parteispitze. Die SPD hat in Brandenburg knapp sechs Prozentpunkte verloren, in Sachsen ist sie nach 2009 erneut unter zehn Prozent der Stimmenanteile gefallen. Dennoch d\u00fcrfte die Partei in beiden Bundesl\u00e4ndern voraussichtlich Teil einer Kenia-Koalition werden. Dieses Ergebnis wird zwangsl\u00e4ufig die 17 Kandidaten f\u00fcr den SPD-Parteivorsitz vor eine strategische Herausforderung stellen. Denn die Bewerber um den Parteivorstand werden bei den anstehenden 23 Regionalkonferenzen vor allem das F\u00fcr und Wider der Gro\u00dfen Koalition im Bund diskutieren. Fast zwangsl\u00e4ufig wird dadurch auch die Debatte \u00fcber ein solches B\u00fcndnis auf Landesebene er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Denn sollte die SPD in Brandenburg nun tats\u00e4chlich mit der Union koalieren, w\u00fcrde sie nach Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland in einem sechsten Land mit der CDU zusammenarbeiten. Dadurch braucht es folglich schl\u00fcssige Antworten auf die Frage, warum die SPD in Berlin nicht mehr mit der Union regieren sollte, obwohl sie eine solche Koalition auf Landesebene erneut anstrebt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in DE.Sachsen und Brandenburg haben ihre Landtage gew\u00e4hlt. In beiden Bundesl\u00e4ndern zeichnen sich Regierungswechsel ab. Gleichzeitig haben die Wahlergebnisse auch Auswirkungen auf die Bundespolitik in Berlin. Drei Dinge lassen sich aus dem Wahlausgang f\u00fcr&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":1874,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1873","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bernstein-group.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1873","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bernstein-group.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bernstein-group.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bernstein-group.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bernstein-group.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1873"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/bernstein-group.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1873\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1900,"href":"https:\/\/bernstein-group.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1873\/revisions\/1900"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bernstein-group.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1874"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bernstein-group.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1873"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bernstein-group.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1873"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bernstein-group.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1873"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}