{"id":1696,"date":"2019-01-31T08:47:23","date_gmt":"2019-01-31T08:47:23","guid":{"rendered":"https:\/\/bernstein-group.com\/?p=1696"},"modified":"2019-02-06T09:45:49","modified_gmt":"2019-02-06T09:45:49","slug":"brutale-ehrlichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernstein-group.com\/en\/2019\/01\/31\/brutale-ehrlichkeit\/","title":{"rendered":"Brutale Ehrlichkeit"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">Sorry, this entry is only available in <a href=\"https:\/\/bernstein-group.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1696\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"DE\">DE<\/a>.<\/p><p>Die politische Risikoanalyse war bis vor wenigen Jahren etwas, mit dem sich nur wenige Unternehmen und Organisationen im Detail besch\u00e4ftigt haben. In der R\u00fcckschau scheint es, dass das politische Risiko einst recht leicht zu verstehen war.<\/p>\n<p>Von unseren Mandanten werden wir zunehmend mit Fragen konfrontiert, die sich um die akuten, aber auch potenziellen politischen Risiken f\u00fcr ein Gesch\u00e4ftsmodell oder eine Businessidee drehen. Immer mehr unserer Ansprechpartner halten Risiken f\u00fcr real und gehen davon aus, dass unerwartete, externe Ereignisse und Faktoren vielfach pl\u00f6tzlich und dramatisch ihre Pl\u00e4ne und Vorhaben beeinflussen werden.<\/p>\n<p>In den vergangenen Jahren haben die ehemalige US-Au\u00dfenministerin Condoleezza Rice und die Wirtschaftswissenschaftlerin der Stanford University Amy Zegart gemeinsam ein Seminar geleitet, das die sich permanent ver\u00e4ndernde Gestalt politischer Risiken untersucht und zeigt, wie Unternehmen, Organisationen aber auch Individuen damit umgehen k\u00f6nnen. Daraus ist nun ein Buch entstanden: &#8220;Politisches Risiko. Wie Unternehmen und Organisationen globale Unsicherheit antizipieren k\u00f6nnen&#8221; (Original: Political Risk. How Business and Organisations Can Anticipate Global Insecurity&#8221;).<\/p>\n<p>Laut Rice und Zegart tragen eine Reihe von Faktoren zu der Komplexit\u00e4t bei, die die Notwendigkeit eines strukturierten und systematischen Umgangs mit politischen Risiken erforderlich machen:<\/p>\n<p>Technologie und Transport haben es Konsumg\u00fcterproduzenten erm\u00f6glicht, ihre Beschaffungs- und Produktionsprozesse wie Spinnennetze \u00fcber die ganze Welt zu legen. All das geschieht unter der Beobachtung von Nichtregierungsorganisationen wie Human Rights Watch, die \u00fcber eigene Informations- und Kommunikationsnetze verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Das Internet schafft Sicherheitsrisiken (&#8220;Cyberthreats&#8221;), getrieben von Hackern und sogar Staaten, die immer besser in der Lage sind, Unternehmen und staatliche Organisationen anzugreifen. Stichworte die Rice und Zegart nennen: Diebstahl oder Zerst\u00f6rung von geistigem Eigentum, Spionage, Erpressung und massive St\u00f6rung von Unternehmen, Industrien, Regierungen und ganzen Gesellschaften.<\/p>\n<p>Smartphones und Social Media erlauben es Aktivisten, sich weltweit zu vernetzen und Kampagnen zu starten, die einen erheblichen wirtschaftlichen Druck auf ein Unternehmen aus\u00fcben k\u00f6nnen. Der Social-Media-Zyklus stellt eine sehr gegenw\u00e4rtige Herausforderung f\u00fcr Unternehmen, Investoren und Organisationen dar und damit ein substanzielles Risiko: Stimmungen werden zu Fakten und bestimmen politisches Handeln und staatliche Regulierung.<\/p>\n<p>Rice und Zegart z\u00e4hlen systematisch verschiedene Arten von politischen Risiken auf &#8211; vom politischen und geopolitischen \u00fcber das rechtliche, regulatorische und vertragliche bis hin zu den moderneren Formen von Terrorismus-, Klima- und Cyberrisiken. Die Analyse, wie Unternehmen mit solchen Herausforderungen umgehen oder wie sie sie bew\u00e4ltigen sollten, ist dann auch der Kern ihres Buches. Besonders hilfreich f\u00fcr den Praktiker sind ihre \u00dcberlegungen zum Umgang mit politischen Risiken: verstehen, analysieren, mitigieren, reagieren und lernen.<\/p>\n<p>Ganz oben auf der Liste steht die Notwendigkeit zur brutalen Ehrlichkeit \u00fcber die Risiken, denen Personen, Unternehmen und Organisationen aktuell aber auch zuk\u00fcnftig ausgesetzt sind. Eine schwierige Aufgabe. Dabei helfen drei Fragen:<\/p>\n<ol>\n<li>Wie kommen wir an die relevanten Informationen \u00fcber die politischen Risiken, denen wir m\u00f6glicherweise ausgesetzt sind?<\/li>\n<li>Wie stellen wir eine rigorose umfassende Analyse sicher?<\/li>\n<li>Wie integrieren wir die politische Risikoanalyse in unsere Gesch\u00e4ftsentscheidungen?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Lekt\u00fcre des Buches lohnt sich und gibt viele kluge Hinweise zum Umgang mit politischen Risiken, denen man sich stellen muss, bevor sie einen stellen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.com\/Political-Risk-Businesses-Organizations-Anticipate\/dp\/1455542350\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Condoleeza Rice and Amy Zegart (2018) Political Risk. How Businesses and Organisations Can Anticipate Global Insecurity, Weidenfeld &amp; Nicolson, London<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in DE.Die politische Risikoanalyse war bis vor wenigen Jahren etwas, mit dem sich nur wenige Unternehmen und Organisationen im Detail besch\u00e4ftigt haben. 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