{"id":2030,"date":"2019-12-12T08:55:13","date_gmt":"2019-12-12T07:55:13","guid":{"rendered":"https:\/\/bernstein-group.com\/?p=2030"},"modified":"2019-12-12T09:46:21","modified_gmt":"2019-12-12T08:46:21","slug":"die-besten-buecher-fuers-fest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernstein-group.com\/de\/2019\/12\/12\/die-besten-buecher-fuers-fest\/","title":{"rendered":"Die besten B\u00fccher f\u00fcrs Fest"},"content":{"rendered":"<p>Noch nicht alle Geschenke beisammen? Sie wollen \u00fcber die Weihnachtsfeiertage ein gutes Buch lesen \u2013 wissen aber nicht so recht, welches? Dann sind Sie hier richtig: Zum Fest pr\u00e4sentieren wir mit kleinen Rezensionen unsere Buchtipps zum Jahresende. Darunter sind aktuelle Werke, aber auch Klassiker. Viel Spa\u00df und Inspiration w\u00fcnscht Ihnen die Bernstein Group.<\/p>\n<p><strong>Luuk van Middelaar: Alarums &amp; Excursions \u2013 Improvising Politics on the European Stage <\/strong><\/p>\n<p>Das Thema des Buches ist brandaktuell. Es geht um das Wachsen der EU an ihren j\u00fcngeren Herausforderungen und ihr \u00dcbergang von einem rein regel- zu einem ereignisbasierten Ansatz. Die Krisen, denen sich die EU seit 2008 gegen\u00fcbersah, zwangen die Union, so Autor Luuk van Middelaar in <em>Alarums &amp; Excursions<\/em>, eine kr\u00e4ftige Dosis Realpolitik in ihre Palette aufzunehmen. Als Berater des ersten Pr\u00e4sidenten des Europ\u00e4ischen Rates, Herman van Rompuy, von 2010 bis 2015, war der Autor nahe an den handelnden Akteuren und verbindet Erfahrungen aus erster Hand mit konzeptionellen \u00dcberlegen zur institutionellen Struktur der Europ\u00e4ischen Union. Wer die Genese der \u201eGrammatik der Souveranit\u00e4t\u201c von der Emmanuel Macron spricht, und die j\u00fcngeren Bestrebungen um europ\u00e4ische Unabh\u00e4ngigkeit verstehen will, findet hier Hilfestellung. \/ <em>Florian Lottmann<\/em><\/p>\n<p><strong>Friederike Sattler: Herrhausen<\/strong><\/p>\n<p>Meine erste aktive Erinnerung an Alfred Herrhausen ist leider seine Ermordung. Erst durch die gleichnamige Biographie von Friederike Sattler habe ich einen Einblick in die vielf\u00e4ltige Pers\u00f6nlichkeit bekommen und ihn richtig kennengelernt. Er war ein sehr politischer Mensch mit Prinzipien, die ihm und anderen einen klaren Kompass gaben. \u201eWalk the talk\u201c war seine Maxime, auch wenn er damit angeeckt ist. Faszinierend und tagesaktuell zugleich ist, dass Herrhausen immer das Gespr\u00e4ch mit Vertretern gesucht hat, die gerade nicht seiner Meinung waren. Nicht als einziger Beweis daf\u00fcr, aber legend\u00e4r, ist sein Interview mit der taz. Das war damals fast revolution\u00e4r und bis heute gibt es nicht viele Unternehmer und Wirtschaftslenker, die sich auf das Terrain gewagt h\u00e4tten. Das Buch ist besonders lesenswert f\u00fcr alle, die kurz vor oder nach seinem Tod geboren sind. Neben dem Wissen \u00fcber Herrhausen selbst ist es auch der Einblick in die j\u00fcngere deutsche Wirtschaftsgeschichte, die es so spannend macht. <em>\/ Julia Spitze<\/em><\/p>\n<p><strong>Deniz Y\u00fccel: Agentterrorist<\/strong><\/p>\n<p>In <em>Agentterrorist<\/em> schreibt der Journalist Deniz Y\u00fccel \u00fcber seine einj\u00e4hrige Haft im t\u00fcrkischen Hochsicherheitsgef\u00e4ngnis. Detailliert f\u00fchrt er darin die feine Balance zwischen medialer \u00d6ffentlichkeit und stiller Diplomatie aus, zwischen gro\u00dfen politischen Gesten und kleinen gesagten oder unausgesprochenen Worten. Wie wichtig ist \u00f6ffentlicher Druck? Macht er stille, politische Erfolge kaputt, treibt er entscheidende Akteure an? Y\u00fccel beschreibt dieses st\u00e4ndige Ringen nicht aus theoretischem Abstand, sondern anhand seiner eigenen Erlebnisse. Das macht <em>Agentterrorist<\/em> spannend, lehrreich und hochdramatisch. <em>Agentterrorist <\/em>ist perfekt f\u00fcr alle, die sich f\u00fcr das fragile Spiel zwischen \u00d6ffentlichkeit und Diplomatie interessieren. F\u00fcr Leser, die ein tieferes Verst\u00e4ndnis \u00fcber die moderne T\u00fcrkei unter Erdogan und seine Hintergr\u00fcnde erfahren wollen. Und f\u00fcr jene, die an einem tragisch aktuellen Beispiel die Wichtigkeit von Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit und Demokratie (neu) verstehen wollen. \/ <em>Timm Bopp<\/em><\/p>\n<p><strong>Cerstin Gammelin und Raimund L\u00f6w: Europas Strippenzieher \u2013 Wer in Br\u00fcssel wirklich regiert<\/strong><\/p>\n<p>Wie genau funktioniert die Europ\u00e4ische Union? Cerstin Gammelins und Raimuns L\u00f6ws Insider-Bericht \u00fcber Entscheidungsfindungsprozesse in der EU bringt auf 384 Seiten etwas Licht ins Dunkle. Anhand interner, geheimer Ratsdokumente, zahlreicher Interviews mit Regierungschefs sowie EU-Beamten und Diplomaten liefern die Autoren in <em>Europas Strippenzieher<\/em> tiefe Einblicke, wer in Br\u00fcssel \u201ewirklich\u201c das Sagen hat. Das Buch fokussiert sich insbesondere auf die Krisenjahre der EU zwischen 2008 und 2013 und ist damit ein Must-Read f\u00fcr Politthriller- und Br\u00fcssel-Fans. Das Buch ist sachlich-analytisch und spannend zugleich und zeigt einmal mehr, wie Gesetzgebungen von den europ\u00e4ischen Mitgliedstaaten mit-initiiert wird \u2013 und dass Europa-Bashing oft aus wahltaktischen Gr\u00fcnden auf nationaler Ebene stattfindet. \/ <em>Anna Isabel Becker<\/em><\/p>\n<p><strong>Markus Feldenkirchen: Die Schulz-Story. Ein Jahr zwischen H\u00f6henflug und Absturz<\/strong><\/p>\n<p>Politisch ist der Schulz-Zug l\u00e4ngst abgefahren. Oder doch nicht? <em>Die Schulz-Story<\/em> liefert auch mehr als zwei Jahren nach der Bundestagswahl 2017 noch hochinteressante Einblicke in die Wahlkampf-Odysee des damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz. Autor Markus Feldenkirchen erl\u00e4utert dabei sowohl f\u00fcr Kenner des Politikgesch\u00e4fts als auch f\u00fcr Au\u00dfenstehende verst\u00e4ndlich die Funktionsweise einer mediengetriebenen Wahlkampfmaschinerie. Er zeigt dabei pr\u00e4gnant die menschlichen Seiten des Politikbetriebs und welche Dynamiken einen kometenhaften Aufstieg und den anschlie\u00dfenden tiefen Fall ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. <em>Die Schulz-Story<\/em> verdeutlicht, wie Leidenschaft und Authentizit\u00e4t Begeisterung und Sehns\u00fcchte wecken k\u00f6nnen und wie ein improvisierter Wahlkampf den gro\u00dfen Erwartungshaltungen am Ende nicht gerecht wird. Ein Must-Read f\u00fcr alle, die sich selbst in Wahlk\u00e4mpfen engagieren und sich f\u00fcr die Dynamiken der Mediengesellschaft interessieren. \/ <em>Benedikt Wunderlich<\/em><\/p>\n<p><strong>Florian Meinel: Vertrauensfrage &#8211; Zur Krise des heutigen Parlamentarismus<\/strong><\/p>\n<p>Der Parlamentarismus ist in Gefahr. Das zumindest behauptet und belegt der Staatsrechtler Florian Meinel in seinem Buch <em>Vertrauensfrage<\/em>, in dem er auch Vorschl\u00e4ge Reformen liefert. Er geht auf das System des deutschen Parlamentarismus ein, das nicht auf dem verfassungsrechtlichen Rei\u00dfbrett geplant, sondern nat\u00fcrlich gewachsen und damit potenziell gef\u00e4hrdet ist. Der Niedergang der Volksparteien, der konstante Machtzuwachs des Bundeskanzleramtes sowie das Bundesverfassungsgericht, das vermehrt richtungsweisende Entscheidungen f\u00fcr die Politik trifft, k\u00f6nnten Meinel zufolge den Parlamentarismus in Deutschland nachhaltig ver\u00e4ndern. Das Buch ist klar geschrieben und eignet sich f\u00fcr Leser, die nach einer guten Mischung zwischen staatsrechtlicher Wissensvermittlung und politischer Diskussion suchen. \/ <em>Lars Jagemann<\/em><\/p>\n<p><strong>Robert Menasse: Die Hauptstadt<\/strong><\/p>\n<p>Der Kontroverse um den Autor und das falsche Walter Hallstein-Zitat zum Trotz \u2013 <em>Die Hauptstadt <\/em>ist ein faszinierender Einblick in die Br\u00fcsseler EU-Blase und in den Alltag der europ\u00e4ischen Institutionen. Robert Menasse hat den Blick f\u00fcr die kleinen Absurdit\u00e4ten der europ\u00e4ischen Arbeitsweise ebenso wie f\u00fcr die gro\u00dfen Fragen: Gibt es eine gemeinsame europ\u00e4ische Erinnerungskultur? Kann sie \u00fcberhaupt geschaffen werden, und, falls ja, wie w\u00fcrde ein solcher Prozess in der (scheinbar) kleinteiligen Entscheidungsfindung von Kommissionsreferaten und Ratsarbeitsgruppen aussehen? <em>Die Hauptstadt<\/em> ist ein fesselnd geschriebener Roman, der zum Lachen bringt und zum Nachdenken anregt. Eine kritische, aber ehrliche Liebeserkl\u00e4rung an das europ\u00e4ische Projekt \u2013 Leseempfehlung f\u00fcr alle, denen Europa am Herzen liegt. \/ <em>Kevin Rieger<\/em><\/p>\n<p><strong>Nick Drnaso: Sabrina<\/strong><\/p>\n<p>Eine Frau verschwindet, und es ist nicht ganz klar, ob sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Das k\u00f6nnte der Stoff f\u00fcr einen spannenden Krimi sein \u2013 doch Nick Drnaso macht daraus eine Geschichte. Sie handelt von Menschen, deren Leben vom Medienkonsum gepr\u00e4gt ist und die dadurch nicht nur emotional verarmen, sondern auch ihre Urteilsf\u00e4higkeit verlieren. <em>Sabrina<\/em> ist als Graphic Novel ein Kommentar zum Populismus und eine Gesellschaftskritik des heutigen Amerikas. Der sich aufkeimende Hass der Figuren ist in eingefrorene, entseelte Bilder gebrannt, die strikte Geometrie l\u00e4sst ihre Gef\u00fchle verstummen. Die Lekt\u00fcre ist f\u00fcr alle geeignet, die sich mit Populismus und Medien besch\u00e4ftigen wollen. <em>Sabrina<\/em> ist der erste Comic, der je f\u00fcr den Booker Price, den wichtigsten britischen Literaturpreis, nominiert wurde. \/ <em>Teresa Lopez<\/em><\/p>\n<p><strong>Tim Marshall: Die Macht der Geographie: Wie sich Weltpolitik anhand von 10 Karten erkl\u00e4ren l\u00e4sst<\/strong><\/p>\n<p>Au\u00dfenpolitische Ereignisse und Prozesse h\u00e4ngen stets mit geopolitischen Rahmenbedingungen zusammen. Was heute oft in Vergessenheit ger\u00e4t: Politische Prozesse unterliegen Regeln und der Entscheidungsspielraum von Politikern ist begrenzt. Zu Beginn jeder Analyse sollte daher ein Blick auf den geographischen Rahmen und die Ausgestaltung der relevanten Verfahren stehen. In <em>Die Macht der Geographie <\/em>veranschaulicht Tim Marshall, dass die geographische Karten nicht nur eine gute Erkl\u00e4rung f\u00fcr Ereignisse darstellen, sondern auch einen fundierten Blick in die Zukunft erm\u00f6glichen. Das Buch ist bestens geeignet f\u00fcr Leser, die Prognosen zu aktuellen und k\u00fcnftigen politischen Prozessen aufstellen. \/ <em>Stephan Botz<\/em><\/p>\n<p><strong>Cass Sunstein und Richard Thaler: Nudge<\/strong><\/p>\n<p>Es ist ein politisches Konzept, das gerade bei Liberalen zu Bei\u00dfreflexen f\u00fchrt: \u201eNudging\u201c, zu Deutsch \u201eAnstupsen\u201c, ist umstritten. Durch psychologische Tricks, so die Kritik, schr\u00e4nke der Staat die Entscheidungsfreiheit seiner B\u00fcrger ein. Doch stimmt das wirklich? Ein Blick aufs Original lohnt. In <em>Nudge<\/em> haben die Verhaltens\u00f6konomen Cass Sunstein und Richard Thaler den Begriff gepr\u00e4gt und ihre Idee des \u201elibert\u00e4ren Paternalismus\u201c erl\u00e4utert: Nudging erweitere das Set staatlicher Anreize (z.B. Steuern) nur um neue Methoden, die Freiheit der B\u00fcrger bleibe unber\u00fchrt. Leicht verst\u00e4ndlich und unterhaltsam untermauern sie ihre These mit vielen Beispielen. Nicht nur f\u00fcr Kritiker ist das Buch damit die ideale Lekt\u00fcre, um ihren Horizont zu erweitern. \/ <em>Florian Schmidt<\/em><\/p>\n<p><strong>Daniel Ziblatt und Steven Levitsky: How Democracies Die <\/strong><\/p>\n<p>Steht der Demokratie der Tod ins Haus? Die Politikwissenschaftler Daniel Ziblatt und Steven Levitsky jedenfalls warnen davor. In <em>How Democracies Die<\/em> beschreiben sie Symptome f\u00fcr den schleichenden Verfall der Demokratie, gehen auf die schwindenden politischen Normen ein, die De-Legitimierung politischer Gegner und vertreten die These, dass der Zerfall der Demokratie auch durch demokratische Institutionen angesto\u00dfen werden kann. Ihre Thesen untermauern sie durch Beispiele vom Nationalsozialismus bis ins heutige Ungarn und Venezuela. Deutlich wird bei der Lekt\u00fcre, was das Scheitern von Demokratien in der Vergangenheit \u00fcber ihre Zukunft sagen kann. Das Buch ist damit f\u00fcr jeden interessant, der sich sowohl f\u00fcr die Geschichte als auch f\u00fcr die Zukunft unseres politischen Systems interessiert. <em>\/ Julina Mintel<\/em><\/p>\n<p><strong>Yuval Noah Harari: 21 Lektionen f\u00fcr das 21. Jahrhundert<\/strong><\/p>\n<p>Welche Zukunft hat die Demokratie? F\u00fcr Yuval Noah Harari ein klarer Fall: \u201eDie Demokratie in ihrer gegenw\u00e4rtigen Form kann die Verschmelzung von Biotechnologie und Informationstechnologie nicht \u00fcberleben. Sie wird sich entweder radikal neu erfinden m\u00fcssen, oder die Menschen werden k\u00fcnftig in \u201adigitalen Diktaturen\u2018 leben.\u201c Harari: einer der scharfsinnigsten Denker unserer Tage. Nach <em>Eine kurze Geschichte der Menschheit<\/em> und <em>Homo Deus<\/em> nun also 21 Einladungen, die Demokratien wetterfest zu machen gegen die St\u00fcrme von Digitalisierung und Globalisierung, Technikgl\u00e4ubigkeit und Nationalismen. Ein Buch f\u00fcr die Freunde des guten Arguments, die die Hoffnung auf das \u00dcberleben der Demokratie im 21. Jahrhundert noch nicht aufgegeben haben. \/ <em>Ralf Kunkel<\/em><\/p>\n<p><strong>Scott E. Page: The Model Thinker<\/strong><\/p>\n<p>Auch wenn wir im postfaktischen Zeitalter leben sollen \u2013 wichtige Entscheidungen trifft man besser evidenz- als emotionsbasiert. Allen, die sich daf\u00fcr interessieren, wie man aus Daten und Informationen Wissen generiert, sei <em>The Model Thinker<\/em> von Scott Page ans Herz gelegt. Er f\u00fchrt in eine ganze Reihe von Analysemodellen ein und inspiriert, neue Perspektiven auf Analyseprobleme einzunehmen. Dabei geht es nicht um theoretische Probleme: Die Priorisierung, 2008 den Finanzdienstleister AIG (und nicht Lehman Brothers) zu retten, traf die US-Regierung auf Basis einer Netzwerkanalyse der Verbindlichkeiten zwischen den gro\u00dfen Finanzinstituten. Solche Netzwerkmodelle sind auch in der Public Affairs Arbeit extrem hilfreich \u2013 und nicht das einzige Modell, das sich im PA-Bereich praktisch anwenden l\u00e4sst. \/ <em>Julian Schibberges<\/em><\/p>\n<p><strong>Sibylle Berg: GRM. Brainfuck<\/strong><\/p>\n<p><em>GRM. Brainfuck<\/em> von Sibylle Berg ist ein Roman voller apokalyptischer Wucht einerseits und z\u00e4rtlicher Empathie andererseits. Sibylle Berg widmet sich den Unterprivilegierten, kulturell Verkommenen, den Stra\u00dfenkindern. Gleichzeitig liefert der Roman einen d\u00fcsteren Ausblick auf ein neoliberales Gro\u00dfbritannien nach dem Brexit, in der Total\u00fcberwachung, Armut und Gewalt regieren. Wie nah die harte Dystopie an der Wahrheit liegt, ist faszinierend. Wie Sibylle Berg mit jeder Menge Spott und doch virtuos, ber\u00fchrend, explizit und gekonnt die Perspektiven switchend die Story erz\u00e4hlt, ist krass und ungeheuer gegenw\u00e4rtig und damit f\u00fcr die breite Masse der Leser gut geeignet. <em>\/ Katka Schroth<\/em><\/p>\n<p><strong>Julia Jorch: Schlaflos im Shitstorm<\/strong><\/p>\n<p>Bei Politikern geh\u00f6rt es schon fast zum guten Ton, nach der aktiven Karriere eine Biographie oder eine Erinnerungen an Berg-und-Talfahrten, Intrigen und Wahlk\u00e4mpfen zu ver\u00f6ffentlichen. Julia Jorch arbeitete lange in der N\u00e4he der ersten Reihe der deutschen Politik und doch im Hintergrund. Als Pressesprecherin der Gr\u00fcnen-Bundespartei hat sie in sechs Jahren in Berlin und dar\u00fcber hinaus viele unterhaltsame und spannende Anekdoten erlebt. Diese Erlebnisse b\u00fcndelt sie illustrativ und augenzwinkernd in <em>Schlaflos im Shitstorm<\/em>. Wer schon immer wissen wollte, was Pressesprecher t\u00e4glich umtreibt, wieso Politiker Fotos beim Essen f\u00fcrchten und wie es sich im Auge des Shitstorms \u00fcberleben l\u00e4sst, sollte dieses Buch nicht verpassen. <em>\/ Robin Arens<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch nicht alle Geschenke beisammen? Sie wollen \u00fcber die Weihnachtsfeiertage ein gutes Buch lesen \u2013 wissen aber nicht so recht, welches? Dann sind Sie hier richtig: Zum Fest pr\u00e4sentieren wir mit kleinen Rezensionen unsere Buchtipps zum Jahresende. 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