{"id":1927,"date":"2019-09-27T12:32:34","date_gmt":"2019-09-27T10:32:34","guid":{"rendered":"https:\/\/bernstein-group.com\/?p=1927"},"modified":"2019-09-27T13:04:10","modified_gmt":"2019-09-27T11:04:10","slug":"twitter-facebook-instagram-wie-auf-social-media-sprechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bernstein-group.com\/de\/2019\/09\/27\/twitter-facebook-instagram-wie-auf-social-media-sprechen\/","title":{"rendered":"Twitter, Facebook, Instagram \u2013 wie auf Social Media sprechen?"},"content":{"rendered":"<p>Dass die sozialen Netzwerke eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle in der professionellen Kommunikation einnehmen, ist eine Binse. Fast jeder Besitzer eines Smartphones kann an seinem eigenen Verhalten beobachten, wie sein Konsum von Twitter, Facebook, Instagram und Co. w\u00e4chst. Gem\u00e4\u00df dem Global Web Index (GWI) 2019, f\u00fcr den weltweit mehr als eine halbe Million Menschen im Alter von 16 bis 64 befragt wurden, verbringen wir t\u00e4glich 142 Minuten in den sozialen Netzwerken. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 waren es noch 122 Minuten.<\/p>\n<p>F\u00fcr Unternehmen, Organisationen und PR-Abteilungen hei\u00dft das: Wollen sie mit ihren Botschaften in der Bev\u00f6lkerung durchdringen, ist die gezielte Ansprache von Nutzern der Netzwerke unerl\u00e4sslich. L\u00e4ngst haben das auch kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen begriffen und sich Firmenprofile in den entsprechenden Kan\u00e4len angelegt. H\u00e4ufig zeigt sich dabei jedoch, dass viele Unternehmen in ihrer Kommunikation kaum zwischen den verschiedenen Netzwerken unterscheiden und damit die Potenziale in der unterschiedlichen Ansprache nicht nutzen. Selbst professionellen Kommunikatoren ist oft nicht klar, wo sie welche Sprache w\u00e4hlen m\u00fcssen \u2013 und auf welche Inhalte es ankommt. Wie also auftreten auf Social Media? Eine r\u00e4umliche \u00dcbersicht der relevantesten Netzwerke:<\/p>\n<h3>LinkedIn \u2013 Das internationale B\u00fcro<\/h3>\n<p>LinkedIn ist das weltweit gr\u00f6\u00dfte berufliche Netzwerk und eignet sich deshalb vor allem zum Recruiting und f\u00fcr die Positionierung des Unternehmens als Arbeitgeber. LinkedIn gleicht damit einer B\u00fcroniederlassung im Ausland: das Publikum ist international, die Lingua franca Englisch. Weil neben potenziellen Arbeitnehmern auch Mitarbeiter anderer Firmen auf LinkedIn vertreten sind, ist das Netzwerk auch ein Ort zur Ansprache m\u00f6glicher Auftraggeber.<\/p>\n<p><strong>Sprache und Ton:<\/strong> sachlich, k\u00fchl, professionell. Auf LinkedIn ist im Deutschen \u201eSie\u201c verbreiteter als \u201eDu\u201c, die Ansprache auf Englisch nimmt auch unter deutschen Firmen ob der internationalen Community stark zu.<\/p>\n<p><strong>Inhalte:<\/strong> Stellenausschreibungen, HR-News, Corporate News mit Blick auf die Positionierung des Unternehmens als Arbeitgeber oder Probleml\u00f6ser zur Auftragsakquise.<\/p>\n<h3>Xing \u2013 Das deutsche B\u00fcro<\/h3>\n<p>Mit rund 15 Millionen Nutzern ist Xing das f\u00fchrende berufliche Netzwerk im deutschsprachigen Raum. Als Pendant zu LinkedIn \u00e4hnelt Xing einem deutschen B\u00fcro. Auch auf Xing gilt: Die Plattform ist f\u00fcr Firmen prim\u00e4r ein Recruiting-Tool, gleichwohl setzt sich Xing immer mehr auch bei der Ansprache potenzieller Auftraggeber durch.<\/p>\n<p><strong>Sprache und Ton:<\/strong> sachlich, k\u00fchl, professionell. Auch auf Xing ist \u201eSie\u201c verbreiteter als \u201eDu\u201c, die Ansprache potenzieller Bewerber und Kunden jedoch meist auf Deutsch.<\/p>\n<p><strong>Inhalte:<\/strong> Stellenausschreibungen, HR-News, Corporate News mit Blick auf die Positionierung des Unternehmens als Arbeitgeber oder Probleml\u00f6ser zur Auftragsakquise.<\/p>\n<h3>Twitter \u2013 Der Plenarsaal<\/h3>\n<p>Weltweit nutzen t\u00e4glich rund 139 Millionen Menschen Twitter, in Deutschland gesch\u00e4tzt 1,8 Millionen. Twitter ist ein Ort der Debatte. W\u00e4re das Netzwerk ein Raum, glich es am ehesten einem Plenarsaal \u2013 wenngleich ihn nicht nur Politiker, sondern auch Medienvertreter und institutionelle Stakeholder bev\u00f6lkern, um in kurzen Tweets ihre Positionen auszutauschen. Anders als im Ausland ist Twitter in Deutschland unter Privatpersonen, damit potenziellen Arbeitnehmern, kaum verbreitet. F\u00fcr Unternehmen eignet sich Twitter daher vor allem, um Journalisten, Politiker und PR-Abteilungen anderer Firmen zu erreichen.<\/p>\n<p><strong>Sprache und Ton:<\/strong> kurz, pointiert, sachlich. Twitter z\u00e4hlt zu den schnellsten sozialen Netzwerken. Die Sprache muss leicht verst\u00e4ndlich sein, f\u00fcr ausufernde Texte ist ob der K\u00fcrze der Tweets kein Platz.<\/p>\n<p><strong>Inhalte:<\/strong> Kommentare zum aktuellen Weltgeschehen, Produkt-PR, Corporate News, CSR-Inhalte; leicht verst\u00e4ndliche Infografiken, Bilder, kurze Videoclips.<\/p>\n<h3>Facebook \u2013 Das Wohnzimmer<\/h3>\n<p>Als erstes soziales Netzwerk gelang Facebook der globale Erfolg: Mit mehr als 2,3 Milliarden aktiven Nutzern, darunter rund 32 Millionen Deutsche, ist es die gr\u00f6\u00dfte Social-Media-Plattform der Welt. Trotz seiner Gr\u00f6\u00dfe ist Facebook das Wohnzimmer unter den sozialen Netzwerken: Zwar haben die Aktivit\u00e4ten von Unternehmen und Institutionen auf Facebook zugenommen, dennoch sind die meisten User noch immer Privatpersonen. F\u00fcr Firmen eignet sich Facebook damit vor allem f\u00fcr Produkt-PR und das Herausstellen der Unternehmensverantwortung.<\/p>\n<p><strong>Sprache und Ton:<\/strong> warm, famili\u00e4r, emotional. Auf Facebook ist \u201eDu\u201c verbreiteter als \u201eSie\u201c, wie auf Twitter muss auch bei Facebook die Sprache leicht verst\u00e4ndlich sein, jedoch sind l\u00e4ngere Texte \u00fcblicher und technisch auch m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Inhalte:<\/strong> Produkt-PR, Marketing- und CSR-Inhalte; Bilder, l\u00e4ngere Videoclips.<\/p>\n<h3>Instagram \u2013 Die Galerie<\/h3>\n<p>Hier spricht das Bild, nicht das Wort. Im Haus der sozialen Netzwerke w\u00e4re Instagram die Galerie mit nur kurzen Begleittexten zu den ausgestellten Bildern. Instagram ist dank seiner Bildsprache vor allem aus der Produkt-PR kaum mehr wegzudenken. Zunehmend erkennen auch immer mehr Politiker die St\u00e4rken von Instagram. F\u00fcr Unternehmen eignet sich das Netzwerk zur Ansprache potenzieller Bewerber, vor allem j\u00fcngerer. Die stark genutzte Story-Funktion erlaubt dabei bildstarkes Storytelling \u00e4hnlich einem Fortsetzungsroman.<\/p>\n<p><strong>Sprache und Ton: <\/strong>emotional, verspielt, ironisch. Prim\u00e4r positive Bildsprache, kurze pr\u00e4gnante Texte in den Bildunterzeilen.<\/p>\n<p><strong>Inhalte: <\/strong>Produkt-PR, Marketing- und CSR-Inhalte; Bilder, l\u00e4ngere Videoclips.<\/p>\n<h3>YouTube \u2013 Das Heimkino<\/h3>\n<p>YouTube hat sich \u00fcber die Jahre von der reinen Videoplattform zu einem Netzwerk mit zahlreichen Channels entwickelt, die Nutzer abonnieren k\u00f6nnen. Eine tats\u00e4chliche Vernetzung zwischen den Nutzern findet so zwar nicht statt, doch auch Unternehmen k\u00f6nnen durch einen eigenen YouTube-Kanal Aufmerksamkeit generieren und viele Zielgruppen mit Bewegtbildformaten ansprechen, so etwa potenzielle Bewerber, Auftraggeber oder K\u00e4ufer.<\/p>\n<p><strong>Sprache: <\/strong>stark abh\u00e4ngig von der Zielgruppe<\/p>\n<p><strong>Inhalte:<\/strong> Produkt-PR, Marketing- und CSR-Inhalte; kurze Clips und l\u00e4ngere Videos.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass die sozialen Netzwerke eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle in der professionellen Kommunikation einnehmen, ist eine Binse. Fast jeder Besitzer eines Smartphones kann an seinem eigenen Verhalten beobachten, wie sein Konsum von Twitter, Facebook, Instagram und Co. w\u00e4chst. 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